
• ALLTAGsein • Teil 2 der Serie “Hochschulcheck”. Heute mit fünf Universitäten aus der Bundeshauptstadt. Teil 1: UNIgeschichten [9] Hochschulcheck Brandenburg.
>> Humboldt-Universität: Die Älteste
Profil: Die Zahlen sprechen für sich: Die 1810 gegründete Uni lehrt an elf Fakultäten mit 168 Studiengängen knapp 35 000 Studierende. Allein vier der elf Wissenschaftseinrichtungen sind philosophische Fakultäten. 13,3 Prozent der Studenten kommen aus dem Ausland, jährlich beginnen mehr als 4000 Studenten ein Hochschulstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). Der Campus Mitte reicht von der Prachtallee Unter den Linden bis hin zur nördlich gelegenen Invalidenstraße.
Studienrichtungen: Die Humboldt-Uni gibt Studiengänge in Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften sowie in Agrarwissenschaften und Mathematik. Letztere werden zusammen mit den Naturwissenschaften auf den Campus Adlershof gelehrt. Zum Studium der Humanmedizin nutzen die Studenten Einrichtungen der Charité, die so als medizinische Fakultät dient.
Alles weitere: www.hu-berlin.de; 030/20 93 15 51
>> Freie Universität: Die Eliteuni
Profil: Für Jubel sorgte 2007 an der Freien Universität zu Berlin (FU) die Exzellenzinitiative, durch welche die größte Berliner Uni den Titel “Eliteuniversität” erhielt. Die in Berlin-Dahlem ansässige Universität gehört damit zu insgesamt neun Eliteunis in ganz Deutschland. Ausgezeichnet wurde unter anderem das Zukunftskonzept “International Network University”. Der Semesterbeitrag der FU liegt bei 242,18 Euro. Enthalten sind dabei die Immatrikulationsgebühr, die Beiträge für das Berliner Studentenwerk und für die Studentenschaft sowie ein Semesterticket Berlin-Brandenburg für die Tarifbereiche ABC.
Studienrichtungen: Die 1948 gegründete wissenschaftliche Einrichtung bietet mit 148 Studiengängen ein breites Spektrum. Ähnlich wie bei der der HU sind Sozial-, Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften an der Freien Universität vertreten. Ebenso werden hier Wirtschafts- und Rechtswissenschaften vermittelt.
Alles weitere: www.fu-berlin.de; 030/83 87 00 00
>> Technische Universität: Die Projektorientierte
Profil: Mit 70 Fächern legt die Technische Universität zu Berlin (TU) den Schwerpunkt auf den technisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Die Unimit dem zentralen Campusin Berlin-Charlottenburg zechnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie die einzige Uni in der Region ist, an der eine ingenieurswissenschaftliche Ausbildung vollzogen werden kann. Mit Projekten wie “FaSTTUBe” zeigt sich die TU bewusst praxisorientiert. Studenten entwickeln dabei für einen Konstruktionswettbewerb einen Rennwagen.
Studienrichtungen: Neben Geisteswissenschaften lehrt die TU vordergründig Ingenieurswissenschaften. Das zeigen die Fakultäten für Prozesswissenschaften, Elektrotechnik und Informatik, Verkehrs- und Maschinensysteme oder Bauingenieurswesen.
Alles weitere: www.tu-berlin.de; 030/31 42 56 06
>> Universität der Künste: Die Traditionsreichste
Profil: Die Universität der Künste zu Berlin (UdK) zählt sich zu den “größten, vielseitigsten und traditionsreichsten künstlerischen Hochschulen der Welt”. Fakten geben dem Slogan auf der offiziellen Internetpräsenz Recht: Die 300-jährige Geschichte reicht bis in das Jahr 1696 zurück, durchschnittlich beherbergt die Uni 4000 Studenten. Wer sich von dem künstlerischen Können kann dies noch bis zum 14. Juni bei dem “Crescendo 2008″ machen.
Studienrichtungen: Studiengänge werden in den vier Fakultäten für bildende Kunst, Gestaltung, Musik und darstellende Kunst angeboten. Außerdem besitzt die UdK als einzige Berliner Universität im Fach darstellende Kunst das Promotionsrecht, also die Verleihung des “Doktor”-Titels.
Alles weitere: www.udk-berlin.de; 030/31 85 22 04
>> Hochschule für Schauspiel: Die Promischmiede
Profil: Dort studieren, wo schon Henry Hübchen, Rainald Grebe und Jan Josef Liefers auf der Bühne spielten. Möglich ist das an der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch” zu Berlin (HfS). Jährlich werden dort rund 15 Produktionen aufgeführt, auch mit dem Berliner Arbeiter- und Studententheater (bat) mitten in Prenzlauer Berg.
Studienrichtungen: Neben den Studiengängen Schauspiel, Regie und Tanz werden auch Studien in Puppenspiel vermittelt. Studenten erfahren unter anderem, wie Bühnenfechten funktioniert oder Pantomine auszusehen hat. Hauptsächlich werden vierjährige Studiengänge angeboten. Das Tanz-Studium wird in Bühentanz und Choreografie unterteilt, wobei bei letzterem keine Studenten mehr für den Diplom-Studiengang aufgenommen werden. Es soll voraussichtlich zum Wintersemester 2008/ 2009 ein Masterstudiengang in Choreografie eingerichtet werden.
Alles weitere: www.hfs-berlin.de; 030/63 99 75 36
[Erschienen am 14. Mai 2008 in der MAZ; Autor: Patrick Simm]
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Tags: Erstsemster, Hochschulen, Leben, Menschen, Serie, Studienanfänger, Studieren, Studium, Universität, Wintersemester


Name: Patrick Simm



Wobei man bei seiner Studienwahl den Stempel “Elite” nicht mit einbeziehen sollte. Denn die Kohle kommt der Forschung und nicht der Lehre an sich zu Gute. :(
Eben. Gejubelt wurde da ja auch kaum unter den Studenten. Dabei kam von denen die Initiative zur Gründung der Uni.