• ALLTAGsein Es ist soweit. Viele Abiturienten bewerben sich in diesen Tagen bei den Universitäten und Fachhochschulen ihrer Wahl. Und um genau diese Wahl zu erleichtern, findet ihr hier einen Überblick über fünf Universitäten in Brandenburg. Wer sich schon beworben hat, kann sich so nochmals davon überzeugen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Fünf weitere Hochschulen aus Berlin folgen am Mittwoch. Hier geht es zu den Brandenburger Unis:

>> Technische Universität Cottbus: Die Vielseitige
Profil: Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTU) sieht sich als Lehranstalt unter dem Motto “Bauen-Technologie-Umwelt”. Demnach legt die Uni im Süden Brandenburgs ihre Forschungsschwerpunkte in den Themenfeldern Umwelt, Energie, Material, Bauen, Information und Kommunikation. Studienanfängern soll der Einstieg ins Universitätsleben mit Vorkursen zur Wiederholung des Abiturstoffs erleichtert werden. Zur Auffrischung werden unter anderem Veranstaltungen in Mathematik und Informatik angeboten. Die Teilnahme kostet 25 Euro.

Studieneinrichtungen: An der BTU werden in vier Fakultäten die Studieninhalte vermittelt. Neben den Richtungen Naturwissenschaften, Umweltwissenschaften und Maschinenbau sind auch Studiengänge in Architektur möglich. In einer Architekturwerkstatt planen und bauen Studenten ihre Projekte an realen Gebäuden auf dem Campus.

Alles weitere: www.tu-cottbus.de; 0355/69 27 96

>> Europa-Uni Viadrina: Die Multikulturelle
Profil: Die 1991 gegründete Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) macht es sich zur Aufgabe, die Zusammenarbeit mit europäischen Nachbarn mitzugestalten. Auch ihre Studenten zeigen ein multikulturelles Flair: 40 Prozent der Studenten kommen aus mehr als 75 Ländern. Als Stiftungsuni wird die Europa-Universität unter anderem vom Land Brandenburg finanziert. Die Präsidentin Prof. Dr. Gesine Schwan verspricht sich davon mehr Autonomie und einen größeren Handlungsspielraum.

Studienrichtungen: Die Uni an der Oder vermittelt Rechts-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften. Mit dem geringen Fächerangebot entspricht die östlichste Uni Deutschlands nicht dem Umfang einer klassischen Lehranstalt. Doch durch die Lage zum Nachbarstaat Polen wird als Unterrichtssprache auch Polnisch angeboten. Ebenso gibt es einen Studiengang in German und Polish Law.

Alles weitere: www.euv-frankfurt-o.de; 0335/55 34 44 44

>> Universität Potsdam: Die Größte Brandenburgs
Profil: Dort, wo einst der alte Fritz durch die Parkanlagen von Sanssouci spazierte, tummeln sich heute rund 18 200 Studenten. Jährlich beginnen knapp 4000 junge Menschen ein Studium in Potsdam. Der Hauptcampus der Uni in der Landeshauptstadt befindet sich im Herzen des historischen Potsdam. Studiert wird unter anderem im alten Palais oder an den Marställen. Weitere Fakultäten der der größten Hochschule in Brandenburg sind in Babelsberg und im Ortsteil Golm zu finden.

Studienrichtungen: Gelehrt wird in der philosophischen, der juristischen, der humanwissenschaftlichen, der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen und der mathematisch- und naturwissenschaftlichen Fakultät. Eine Besonderheit ist das Hasse-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik in Babelsberg. Diese Einrichtung ist das erste Universitätsinstitut Deutschlands, das komplett durch Stiftungen finanziert wird.

Alles weitere: www.uni-potsdam.de; 0331/9 77 17 15

>> Hochschule Brandenburg: Die Innovative
Profil: Mit der Gründung der Fachhochschule Brandenburg (FHB) wurde Brandenburg an der Havel zur Hochschulstadt. Mittlerweile sind 2450 Studenten an der FHB eingeschrieben, Projekte mit wissenschaftlichen Unternehmen wurden gegründet. So entwickeln die Studenten beispielsweise mit der Siemens AG eine Erfahrungsdatenbank. Außerdem ist die FHB mit ihrem Institut für Existenzgründung und Mittelstandförderung durch die Aktion “Deutschland-Land der Ideen” ausgezeichnet worden.

Studienrichtungen: Studiengänge werden in den Fachbereichen Wirtschaft, Informatik und Medien und Technik angeboten. Neben diesen regulären Lehrveranstaltungen ist auch ein Fernstudiengang in Betriebswirtschaften fest im Studienangebot der Fachhochschule enthalten. Der Diplomstudiengang wird auch in der Pritzwalker Präsensstelle der FHB vermittelt.

Alles weitere: www.fh-brandenburg.de; 03381/35 50

>> Hochschule Eberswalde: Die Ökologische
Profil: Die Fachhochschule Eberswalde bezeichnet sich als “grünste Hochschule Brandenburgs”. Das beweist ihre Tradition: Bereits 1830 wurde die FH Eberswalde unter dem Namen “Höhere Forstlehranstalt” gegründet. Noch heute findet sich diese Auffassung in den Studiengängen und Forschungsschwerpunkten wie “erneuerbare Energien” oder “nachhaltige Rohstoffe” wieder. Bundesweit einmalig ist die Zusammenarbeit mit regionalen Verwaltungen, wie dem Landkreis Barnim oder dem Landesumweltamt Brandenburg. Studienfächer, unter anderem Tourismusmanagement, sind so auf den ländlichen Raum orientiert.

Studienrichtungen: Die kleinste Fachhochschule Brandenburgs bietet Studiengänge ind Forstwirtschaft, Ökolandbau, aber auch Regionalmanagement und Tourismusentwicklung an. Das Fach Holztechnik kann in einem dualen Studiengang vermittet werden.

Alles weitere: www.fh-eberswalde.de; 03334/65 71 34

[Erschienen am 21. Mai 2008 in der MAZ; Autor: Patrick Simm]



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